Am Samstag werde ich mich für eine Woche in ein kleines verdunkeltes Häuschen begeben. Es kommen kein Licht und sehr wenig Geräusche von außen durch. Es ist auf einer Wiese in den Weißen Karpaten gebaut, weit von den lauten Straßenzügen. Das Haus ist nicht in totaler Abgeschiedenheit,  es gibt in der Nähe ein paar Häuser in denen Familien wohnen. Eine von diesen Familien sorgt dann auch für mein Essen, welches ich ein Mal am Tag bekomme.

In die Dunkelheit gehe ich vor allem aus Neugier. Letztes Jahr habe ich das erste Mal von dieser Möglichkeit gehört und ich habe sofort ein kribbelndes Gefühl dabei gehabt. Woow dachte ich mir. Und gleichzeitig „brrrrrr“ und eine Woge Angst ist durch mich gelaufen. Danach habe ich mich und meine Gefühle in der Dunkelheit und meine Einstellung zur Dunkelheit beobachtet.

Am Anfang 2016 fiel mir beim Planen ein, dass ich genug Urlaubstage habe und ich habe sofort geschaut, wann der nächste freie Termin für die Dunkeltherapie ist und habe diesen dann auch sofort gebucht.  Seit dem stelle ich mich auf den Aufenthalt ein. Zuerst plante ich, was ich dort alles nicht ausprobiere und teste. Nach und nach habe ich diese Pläne verfließen lassen.

Geblieben ist nur: ich möchte dort einfach nur sein. Und das andere werde ich dann „sehen“. Wenn ich dann doch die Lust verspüre kreativ zu sein, nehme ich meine Schamanentrommel, bunte Stifte und Papier und Kristalle mit.

Ich freue mich auf einiges, bin auf mehrere Dinge gespannt:

  • Wie ist es das Zeitgefühl zu verlieren? Das Essen bekomme ich unregelmäßig, zwischen 9:00 und 18:00 Uhr
  • Ob ich auch dann nicht mehr weiß, wie viele Tage schon vergangen sind
  • Wie isst man und wie schmeckt das Essen im Dunkeln?
  • Wie und ob sich andere Sinne mehr entfalten
  • Körperhygiene wird wahrscheinlich auch lustig sein
  • Was für Zustände werde ich durchleben
  • Was kommt auf die Oberfläche und wie gehe ich damit um

Ich plane das wichtigste niederzuschreiben, bzw. auf einem Diktiergerät (mit abgeklebten LEDs) festzuhalten. Wenn es euch interessiert, schreibe ich meine Erfahrungen zusammen und veröffentliche sie.

Am Samstag fahre ich hin, nächsten Samstag komme ich zurück 🙂

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